Seminar Stollen

Informationen

Stollenseminar

Wir laden Sie recht herzlich ein zum kostenlosen Stollenseminar in Kooperation mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Weinheim. Rechtzeitig zur Saison können Sie sich auf unserer Veranstaltung Tipps, Rezepte und Ideen holen, um Ihr Stollengeschäft weiter zu beleben. Neben Wissenswertem aus dem fachlichen Bereich erfahren Sie zudem, wie Sie Ihren Absatz steigern können. Die Referenten Siegfried Brenneis, Gewinner des Stollen-Zacharias und Robert Schorp, Fachlehrer an der Bundesakademie Weinheim, werden Ihr Wissen und Ihre Erfahrung mit Ihnen teilen. 

Datum & Ort: 

30. September 2014, Geschäftsstelle BÄKO Linz

Uhrzeit: 

13:00 - 16:30 Uhr

Anmeldung: 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um Ihre Anmeldung bis 20. September 2014 über das Anmeldeformular.

Inhalt: 
  • Qualitätsgrundlagen der Stollenbäckerei
  • Traditionelle Rezeptideen 
  • Innovative Stollensorten
  • Häufige Stollenfehler und ihre Ursachen
  • Vermarktung von Stollen

Mit praktischer Vorführung und Verkostung.

Kosten: 

Die Kosten für dieses Seminar übernimmt die BÄKO Österreich.

Anmeldeformular

Reihenfolge

Nachbericht

Stollenseminar in Kooperation mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk
Erfolgreich mit Tradition und Innovation

Es staunte so mancher Zuhörer des Stollenseminars am 30. September 2014, welche Variationen des altbekannten Weihnachtsstollens möglich sind. Die Bäcker- und Konditorenmeister Siegfried Brenneis und Robert Schorp von der Bundesakademie Weinheim zeigten eindrucksvoll, was der Austausch von Rohstoffen in der Rezeptur bewirken kann. Dem Aufruf zum spielerischen Umgang mit den Zutaten folgten Beispiele wie Cranberries statt Rosinen zu verwenden oder andere gesüßte Früchte wie kandierte Ananas, Feigen oder Kokos einzusetzen. So ist es möglich, seine eigene Note einzubringen und gleichzeitig für Kunden, die eine Allergie, Abneigung oder den Wunsch nach etwas Besonderem haben, innovative Stollenkreationen zu bieten. Das betrifft auch die Verwendung anderer Nussarten wie Walnuss oder Macadamia und den Einsatz von Gebranntem aus der Region statt Rum. Robert Schorp sprach auch das verarbeitete Mehl an. Type W700 besitzt ausreichend Klebeigenschaften für die verarbeiteten Früchte, doch es muss nicht immer Weizenmehl sein. „Dinkel liegt absolut im Trend. Er hat den Ruf, besonders gesund zu sein und spricht deshalb ernährungsbewusste Kunden und solche mit Weizenunverträglichkeit an.“ Die von Dinkelmehl bekannte Trockenheit kann beim Stollen optimal mit den eingesetzten Früchten ausgeglichen werden. Schorp betonte auch die Wichtigkeit von gleichtemperierten Zutaten für einen homogenen Teig, der 24 Grad haben sollte.

Konkrete Fragen zum Verkaufspreis kamen anschließend aus dem Publikum. Brenneis, der selbst Unternehmer ist, verweist auf  Preisbeispiele aus Deutschland. Der Standardstollen vom Konditor wird zwischen 14 bis 18 Euro pro Kilogramm verkauft, beim Premiumstollen akzeptieren die Kunden sogar Preise bis 40 Euro. „Aber bitte denken Sie daran: Das Drumherum ist heute genauso wichtig wie der Geschmack. Ihr Stollen braucht eine eigene Vermarktung. Dazu gehört ein guter Name, eine gute Geschichte und je nach Preis eine besondere Verpackung“, stellt Siegfried Brenneis klar. „Und wenn die Verkäuferin unfreundlich ist, kommt der Kunde kein zweites Mal, auch wenn es ihm geschmeckt hat.“
Robert Schorp ergänzte, dass eine Differenzierung auch über die Stollenform erfolgen kann und backt als Beweis dreieckige Stollen, Stollen-Muffins und sogar in Saaten gewälztes Stollenkonfekt mit Marzipankern.  Brenneis, der Gewinner des Stollen-Zacharias ist, rät zudem auch beim Gewicht der Form auf die steigende Zahl der Single-Haushalte zu achten und auch kleinere Stollen zu verkaufen. „Stellen Sie sich bei neuen Kreationen auf bis zu vier Backproben ein und konzentrieren Sie sich danach auf maximal drei Sorten. Vermarkten Sie sich als Handwerksbäcker über ungewöhnliche Aktionen als über Anzeigen. Machen Sie Ihre Produkte bekannt!“ ruft Brenneis zum Ende auf. Und Robert Schorp legt den Seminarteilnehmern zum Abschluss noch eine besondere Zutat ans Herz: „Entfachen Sie beim Backen Ihre Leidenschaft. Beim Stollen muss man Liebe hinein legen.“