Umgang mit dem neuen Pendlerrechner

Verbesserter Pendlerrechner verfügbar

Der durch das Finanzministerium angekündigte verbesserte Pendlerrechner ist seit dem 25.6.2014 online verfügbar. Die neue Version liefert nun realitätsnähere Ergebnisse, der administrative Mehraufwand für die Unternehmer bleibt allerdings bestehen. Für das Jahr 2015 muss der Arbeitgeber erneut von allen Mitarbeitern, die einen Anspruch haben, ein aktualisiertes Antragsformular eingeholen.

Das Ergebnis der Online-Abfrage ist für die Unternehmen dabei bindend. Auch dann, wenn es offensichtlich sein sollte, dass der Mitarbeiter die Eingaben nicht korrekt durchgeführt hat.Für die Personalverrechnung in den Betrieben bedeutet zudem die geltende Übergangsbestimmung einen enormen Zeitaufwand. Innerhalb eines Jahres muss der Pendlerrechner dreimal abgefragt werden. Der Grund hierfür ist, dass durch die weiter laufende Verbesserung des Pendlerrechners unter Umständen drei verschiedene Ergebnisse für denselben Mitarbeiter vorliegen können. Ergibt die neuerliche Abfrage ein besseres Resultat für den Mitarbeiter, ist der Arbeitgeber verpflichtet, die höhere Pendlerpauschale bzw. den höheren Pendler-Euro rückwirkend ab dem 1.1.2014 durch die Aufrollung in der Lohnverrechnung zu berücksichtigen.

! Achtung !
Es muss von den Mitarbeitern ein aktuelles Formular verlangt werden.
Laut Finanzverwaltung besteht das Haftungsrisiko für die falschen Angaben der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber.
Bei GPLA-Prüfung (Gemeinsame Prüfung aller lohnabhängigen Abgaben) entfällt dieses, wenn die Angaben nicht offensichtlich unrichtig sind. Nachzulesen in LSTR 2002  RZ 274 
Für den Streitfall mit der GPLA ist es aber ratsam, alle 3 Formulare aufzubewahren, um diese als Beweis vorlegen zu können.