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Infos aus den Rohstoffmärkten Nr. 7 / April 2012

Sonnenblumenkerne

Im Markt wird behauptet, dass Bulgarien die bestehenden Kontrakte zum Teil nicht erfüllt. Die Rohstoffpreise befestigen sich weiterhin. Auch die Ölpresser entziehen dem Markt weiterhin zusätzlich Rohware.

Leinsaat braun

Mit steigender Nachfrage bewegt sich der Preis weiterhin nach oben. Die Preisindikationen aus Ost-Europa ziehen weiter an

Kürbiskerne

Die Mengen bei der Sorte Shine Skin sind knapp und die Preise steigen. Bei Kürbiskernen GWS, schalenlos gewachsen, ist noch Ware vorhanden aber auch hier ist mit steigenden Preisen zu rechnen, da das Preisniveau für die Bauern uninteressant ist. Zusätzlich steigen die Preise für die Seefracht.

Sultaninen - Türkei

Die Marktlage ist sehr ruhig. Viele Käufer warten weiterhin ab, da die Nachfrage saisonal bedingt schwach ist. Die Preise geben nach.

Australien

Nach sehr gutem Start der Trocknung, gab es in den letzten Wochen kühles und nasses Wetter. Bisher ist unklar, wie sich das auf weitere Mengen und deren Qualität auswirkt. Die ersten Produktionen dieser Rohwaren werden erst in ca. 2 Wochen laufen. Wir rechnen damit, dass alle bisher nicht verkauften Mengen eher etwas bräunlicher als üblich ausfallen werden. Wir müssen uns noch entscheiden, ob wir wie heuer türkische Premiumware oder sie sehr teure australische Ware kaufen…..

Kakao

Der Kakaomarkt bewegte sich im März an der Londoner Börse in einer Bandbreite von knapp 100 Punkten zwischen den Marken von 1.462 – 1.556 Pfund um am 02. April erstmals seit Mitte Februar wieder die Marke von 1.450 Pfund zu unterbieten. Die täglichen Schwankungen der Notierungen hielten somit an. Die weitere Entwicklung darf wie zuletzt auch als ungewiss beschrieben werden. Bei den reinen Kakaofaktoren stehen die hohen Weltlagerbestände den niedrigeren Ernten gegenüber.

Öle/Fette

Die am Freitag veröffentlichte Flächenschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums ließ die Preise für Soja und Raps deutlich ansteigen. Der leichte Anstieg des Mineralölpreises darf hier nur als Randnotiz erwähnt werden. Auch der Palmölmarkt wird weiterhin befeuert. Preise von bis zu 4.000 malaysischen Ringgit werden von manchem Marktteilnehmer befürchtet. Aktueller Stand bei knapp 3.500, Ende Januar 2012 noch unter 3.100.

Zucker

Die Europäische Kommission kündigte vergangene Woche weitere Maßnahmen zur Sicherstellung des Angebots innerhalb der EU an. Es wird damit gerechnet, dass weitere 200.000 – 250.000 Tonnen Nichtquotenzucker gewandelt werden. Aus der Vergangenheit heraus muss man aber damit rechnen, dass eine solche Menge physisch nicht im europäischen Zuckergürtel (Frankreich, Deutschland, etc.) ankommen wird. Vielmehr wird damit der unterversorgte Markt beispielsweise in Südeuropa bedient.

Haselnüsse Türkei

Nach den teils deutlich reduzierten Notierungen hat der Markt wieder leicht angezogen. Hierzu führte zum einen die Devisensituation und zum anderen das geringe Angebot aus dem Ursprung.

Molkereiprodukte

Unveränderte Situation. Bei loser Butter ist die Nachfrage abwartend aber bei der geformten Ware gibt es weiterhin eine sehr gute Nachfrage. Der Käsemarkt ist ausgeglichen bei stabilen Preisen. Die Milchanlieferungen sind hoch und man erwartet nachgebende Preise.

TK Rhabarber

Im Ursprung ist noch Ware vorhanden, die jetzt zu günstigeren Preisen abgegeben wird.

Voraussichtlich steht die neue Ernte Ende Mai zur Verfügung.

TK Erdbeeren

Unveränderte Situation. Der Absatz steigt und es bleibt abzuwarten, ob die alterntige Ware bis zum Anschluss der neuen Ernte reicht.

TK Himbeeren

Die Nachfrage steigt und somit steigen auch die Preise. Ein Ausgleich aus Chile ist nicht zu erwarten, da Ware aus Chile kaum verschifft worden ist.

TK Heidelbeeren

Osteuropäische Ware steht nicht mehr zur Verfügung. Ein ausweichen auf nordamerikanische Ware wird die Folge sein.

Eiprodukte

Bedingt durch das Osterfest werden weiterhin große Mengen Eier, insbesondere aus Bodenhaltung, vom LEH disponiert. Durch die anfangs nur sehr zögerliche Umstellung auf alternative Haltungsformen in einigen Mitgliedsstaaten wie Spanien und Italien fehlen jetzt deutliche Mengen an Eiern. In Frankreich wurden bereits viele Ställe umgebaut, es fehlten aber Eier, die bisher aus Spanien importiert wurden. In Polen geht die Umstellung nun zügiger voran als zunächst erwartet. EU-weit wird mit einem Rückgang der Gesamt-Eiererzeugung von 1 % gerechnet.

Die beschriebene Verknappung des Eierangebots, gepaart mit der stabilen vorösterlichen Nachfrage, hat den schwunghaften Preisanstieg ausgelöst. Die Daten zur Produktion von Bruteiern zeigen aber, dass die Umstellung in vollem Gange ist. Bei Ware aus neuen Käfigen hat sich die Lage schon wieder etwas entspannt. Bisher ist aber nicht klar, bis wann der Markt wieder in ein Gleichgewicht kommt. Mindestens bis zum Sommer muss mit festen Preisen und starken Schwankungen gerechnet werden. Insbesondere kurzfristiger Bedarf kann aufgrund fehlender Lagerbestände nur mit Aufschlägen abgedeckt werden.

April 2012

Ein Service von BÄKO Einkaufsleiter
Harald Gärntner

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